VFG Bonn

helfen statt wegsehen

Jägerschaft Bonn spendet vier Wildschweine

Text von Lutz Schorn (Vorsitzender der Jägerschaft Bonn)

Zu einem guten Projekt gehören immer drei Beteiligte: ein Ideengeber, jemand, der das Projekt umsetzt und am Wichtigsten: der/die Unterstützer/Spender(in).

In diesem Falle kam die Idee vom Landesjagdverband NRW: alle sind derzeit von Corona mehr oder weniger stark betroffen, aber im Besonderen sind es die Bedürftigen am Rande der Gesellschaft, oft ohne familiäre Unterstützung und die nötigen Annehmlichkeiten, um einen verordneten Isolationszustand gut zu überstehen.

Diese Idee fand bei dem Vorsitzenden der Jägerschaft Bonn, Lutz Schorn, deshalb gleich offene Ohren und es ging nahtlos an die Umsetzung. Gleich beim ersten Telefonat mit einem Jagdfreund hatte er dann schon „Waidmannsheil“:

Marco Alfter, Geschäftsführer der Dr. Hans Riegel Stiftung, stand als Privatperson direkt Gewehr bei Fuß und sagte seine Mithilfe zu. „Überrascht und hoch erfreut waren wir im Vorstand dann nochmal, als Marco nach einem eigens eingerichteten Jagdwochenende in seinem Revier gleich mit vier Wildschweinen anrückte, die er allesamt für die gute Aktion spendete“, so Schorn.

Da man diese Wildstücke dann nicht „roh“ weitergeben wollte, suchte man nach einem qualifizierten Metzger und auch hier hätte man es nicht besser antreffen können: Achim Reske, seines Zeichens Jäger und Inhaber eines renommierten Wildverarbeitungsbetriebs in Roisdorf, sicherte seine uneingeschränkte Mithilfe zu. Seine soziale Ader bewirkte schließlich, dass alle Sauen fachgerecht zerlegt, verarbeitet und veredelt wurden. Das Ergebnis waren ca. 150 fertige Dosen mit köstlichem Wildgulasch/Schaschlik sowie Wildbolognese, die in seinem Betrieb stets reißenden Absatz finden, denn Wild ist ernährungsphysiologisch ein hochwertiges, regionales Lebensmittel mit Bioqualität und einem Tierwohllabel, das noch erfunden werden müsste. Er spendete dabei sowohl Arbeitszeit als auch Material, so dass alles in allem nun ein „Produkt“ im Wert von insgesamt über 1.000,- Euro zur Spende bereit stand.

Damit die Spende auch da ankommt, wo man sicher sein kann, dass Bedürftigen geholfen wird, entschloss man sich, den VFG mit der Weitergabe zu betrauen. Der Verein für Gefährdetenhilfe unterstützt Menschen, die hilfebedürftig sind und aufgrund Ihrer Stellung am Rande der Gesellschaft oft aus dem sozialen Netz fallen.

 

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