Mit einer bemerkenswerten Benefiz-Aktion am Dienstag, 14. Juli 2020, haben die Stadt Bonn und die Pächterinnen und Pächter ihrer Gastronomie-Betriebe Obdachlose und Suchtkranke unterstützt: Aus  Lebensmitteln, die in der geschlossenen Stadthalle lagerten, bereiteten sie im Restaurant Waldau rund 100 Essen zu, die der Verein für Gefährdetenhilfe (VFG) am Mittag in seiner Einrichtung in der Quantiusstraße an Hilfebedürftige ausgab.

Die Idee zu dieser Aktion hatten Lutz Leide, Betriebsleiter des Städtischen Gebäudemanagements Bonn, und Hans-Joachim Fandel, der zusammen mit Ulla Fenger die Aktion „Zusamme stonn – vun Hätze“ gegründet hat. Schnell hatten sie Unterstützung an ihrer Seite: Lydia Lohmeier von der Godesburg, die ihre Küche im Restaurant Waldau zur Verfügung stellte, Jürgen Harder vom Brückenforum, Dirk Dötsch vom Parkrestaurant Rheinaue und Christoph von Borries von der Redoute.  Zubereitet wurden gebratenes Fischfilet mit Paprika-Gemüse-Reis und Tomatensauce sowie Rostbratwürstchen mit Champignons-Spätzle.

„Das ist eine wirklich gelungene Aktion. Bevor die Lebensmittel das Mindesthaltbarkeitsdatum überschreiten und entsorgt werden müssen, werden sie sinnvoll verwendet. Mein Dank gilt allen Beteiligten. Sie helfen unentgeltlich Menschen, die unsere Unterstützung nötig haben“, sagte Oberbürgermeister Ashok Sridharan beim Benefizkochen.

Nelly Grunwald, Geschäftsführerin des VFG: „Wir sind überwältigt von der Aufmerksamkeit und den verschiedenen Hilfen, die wir seit Anbeginn der Corona-Krise erfahren haben. Vor allem Spenden wie diese im Lebensmittelbereich sind für uns sehr wertvoll, weil wir unsere Klientinnen und Klienten, die in den letzten Monaten durch den Verkauf von Straßenzeitungen und durch Betteln kaum mehr Geld verdienen konnten, so unterstützen können.“

(Text Pressemitteilung der Stadt Bonn vom 14.07.2020/Fotos Cynthia Rühmekorf)