VFG Bonn

helfen statt wegsehen

Informationen zum Fachbereich Arbeit

Beratung, Aktivierung, Qualifizierung, Coaching und psychosoziale Betreuung

bilden die Schwerpunkte der Arbeit des multiprofessionellen Teams im Fachbereich Arbeit.

Weiter sind hier die administrativen Aufgaben der Teilnehmerverwaltung und zur elektronischen Maßnahmeabwicklung gebündelt.

Auch arbeitet das Team an der Entwicklung und Durchführung von Projekten und Maßnahmen und überprüft die Qualität der Arbeit durch entsprechende Prozesse.

Hier sind Fachkräfte der Sozialarbeit und –pädagogik, der Betriebswirtschaft und Arbeitsförderung und der Erwachsenenbildung mit Diplom- oder Masterabschluss tätig.

Darüber hinaus wird die Arbeit durch erfahrene Honorarkräfte mit spezifischen Qualifikationen in den Bereichen Ernährung, Budgetplanung, Gesundheitsförderung, Sofortmaßnahmen am Unfallort und Arbeitsschutz unterstützt.

Selbstvermittlungscoaching (zertifizierte Maßnahme nach § 45 SGB III )

Die Methode des Selbstvermittlungscoaching (SVC) wurde im Rahmen eines ESF-landeskofinanzierten Arbeitsmarktprojektes entwickelt und erprobt. Der VFG Fachbereich Arbeit griff diesen Ansatz auf und konnte im Herbst 2012 mit Unterstützung des Bündnisses für Fachkräfte Bonn /Rhein- Sieg und der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenter Bonn eine Projektfinanzierung erzielen. Idee und Inhalt ist es, über einen gezielten Coachingansatz neue Erfahrungen zu machen und bei der Arbeitssuche neue Wege zu gehen.

Das SVC zielt darauf ab, sich im Sinne von „was mache ich gerne“ und „was möchte ich gerne“, neu zu „entdecken“ und möglichst viele Ideen zur Umsetzung zu entwickeln. Das Coaching findet in der Gruppe statt und nutzt die Gruppenintelligenz als lösungsorientierten Ansatz.

Seit 2013 ist dieses VFG Angebot als anerkannte Aktivierungsmaßnahme zertifiziert und wird seitdem ein- bis zweimal im Jahr als Gruppenangebot durchgeführt.

Einzelcoaching (zertifizierte Maßnahme nach § 45 SGB III )

Das Einzelcoaching für arbeitslose und arbeitssuchende Personen im SGB II-Bezug wird erstmalig im Frühjahr 2016 im Fachbereich Arbeit durchgeführt und kann durch die Vorlage eines Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheins in Anspuch genommen werden.

Es dient besonders dazu:

  • persönliche und berufliche Stärken zu entdecken
  • individuelle persönliche und berufliche Perspektiven zu entwickeln
  • mögliche Hindernisse zu bearbeiten
  • bei Bedarf Familien unterstützende Hilfen kennen zu lernen
  • Selbstwirksamkeit zu steigern
  • persönliche und/oder berufliche Netzwerke zu knüpfen
  • den „verdeckten“ Arbeitsmarkt zu erschließen und der konkreten Entwicklung einer längerfristigen Zielperspektive.

Angebot zur Unterstützung bei der Bewältigung von Vermittlungshemmnissen im Sinne des § 67  SGBXII

  • Sozialberatung (Einzelfallhilfe)
  • Unterstützungsangebote im häuslichen Umfeld
  • Hausbesuche im begründeten Einzelfall
  • Unterstützung zur Verbesserung und Stabilisierung der Wohnsituation
  • Aufzeigen von Wegen zur Klärung von Rechtsangelegenheiten und Hilfeleistung bei behördlichen Angelegenheiten
  • Hilfe bei Klärung und Verwirklichung von Sozialleistungsansprüchen
  • Vorbereitende Beratung zur Schuldenregulierung
  • Vermittlung von Einsicht persönlicher Suchtproblematiken/Stärkung der Motivation für ein abstinentes Leben ohne Drogen und Alkohol
  • Ggf. Abklärung des gesundheitlichen Status und Weitervermittlung an entsprechende Institutionen
  • Netzwerkarbeit: ggf. Einschaltung/Vermittlung von Fachdiensten, spezialisierte Beratungs- und Hilfeangebote, Ärzte, Therapeuten u.a.

Arbeitsgelegenheiten gem. § 16 d SGB  II

  • Arbeitstraining in realitätsnahen Betrieben mit fach- und lebenspraktischer Anleitung
  • Unterstützung bei der Entwicklung einer Tagesstruktur
  • Förderung von Arbeits- und Sozialverhalten
  • Krisenintervention und Prozessbegleitung
  • Zusätzlich zu den regulären Arbeitsgelegenheiten haben wir 20 Teilnehmerplätze in unseren Betrieben für geflüchtete Personen und Migranten

Qualifizierung

  1. Zertifizierte Aktivierungsangebote nach § 45 SGB III
  2. Qualifizierungscenter

Alle TeilnehmerInnen in Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II können seit Juli 2014 eine begleitende Förderung durch den Fachbereich Arbeit über einen Aktivierungsgutschein erhalten, der durch das Jobcenter ausgestellt wird. Die Angebote des Qualifizierungscenter können auch Personen wahrnehmen, die nicht einer AGH nachgehen. Auch sie können hierzu einen Aktivierungsgutschein über das JC erhalten.

In Kooperation mit dem Bildungswerk InterKultur bieten wir Teilnehmern mit oder ohne Flüchtlingshintergrund parallel zur Arbeitsgelegenheit ein orientierendes Modul Angebot ADAM. Neuangekommene Migranten, die  eine Bleibeperspektive in Deutschland entwickeln wollen und nach dem AsylbLG als Leistungsberechtigte anerkannt sind, erhalten einen Gutschein, um an dem Orientierungsmodul teilnehmen zu können. Sie erhalten Aufschluss zu den Themen:

  • Erstinformation zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt
  • Beratung und Orientierung für neuangekommene Migranten
  • Austausch und Anwendung der deutschen Sprache

Es ergänzen das individuelle Beratungsangebot, welches besonders unter dem Aspekt der Krisenintervention, Problemlösung und gesellschaftlichen Teilhabe im wertschätzenden Dialog mit den Ratsuchenden durchgeführt wird, Gruppenschulungen zu den Themen:

  • Bewerbung
  • Kommunikation
  • Gesundheit und Erste Hilfe
  • Ernährung
  • Budgetplanung
  • Gabelstaplerschulung
  • Ordnung und Übersicht
  • Arbeits-und Brandschutz