Für den einen ein unterhaltsamer Pausenfüller, für den anderen lebensrettend…

Kaufen Sie diesen Monat unbedingt wieder die fiftyfifty und helfen Sie den Verkäufern, die enorm unter dem noch immer anhaltenden Lockdown und den leeren Städten leiden! Diesmal wieder mit spannenden Themen, unter anderem einem Gastbeitrag von Christian Ehring, der Geschichte einer fiftyfifty-Verkäuferin und dem Interview mit der Leiterin des Sozialdienstes der JVA Siegburg Gaby Steinborn-Reif.

Hurra! Der VFG Weihnachtsfilm ist online! Vielen, vielen Dank an alle, die mitgemacht haben und natürlich auch an alle, die uns und andere in diesem Jahr unterstützt haben.
Bonn ist eine tolle Stadt mit vielen tollen, engagierten Menschen.
Wir wünschen Euch/Ihnen frohe Festtage und viel Gesundheit!
5 vor 12 bei der Straßenzeitung Fiftyfifty – BITTE KAUFEN SIE DIE ZEITUNG, WO IMMER SIE IHNEN VON VERKÄUFERINNEN UND VERKÄUFERN ANGEBOTEN WIRD!
Die Zukunft der Straßenzeitung fiftyfifty ist auch in Bonn bedroht. Die Digitalisierung und die anhaltende Corona-Krise machen den Verkäuferinnen und Verkäufern schwer zu schaffen. Sie treffen in der Bonner Innenstadt kaum noch Menschen an, die ihnen eine Zeitung abkaufen, eine frustrierende und demotierende Situation. Dabei ist das Projekt fiftyfifty eigentlich ein Erfolgsmodell!
Die Zeitschrift wird von wohnungslosen Menschen in Bonn verkauft. Eine Ausgabe der fiftyfifty kostet 2,40€. 50% des Verkaufserlöses verbleiben bei den Verkäufern. Alle Verkäuferinnen und Verkäufer sind mit Verkäuferausweisen ausgestattet und hinsichtlich der Verkaufsmodalitäten an ein enges Regelwerk gebunden. Mit der Straßenzeitung haben wohnungslose Menschen die Möglichkeit, zu informieren, durch Gespräche mit Käufern der Zeitung einen Schritt aus der sozialen Isolation zu tun und wieder verstärkt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Der Verkauf stärkt ihr Selbstbewusstsein und führt sie wieder stärker an ein geregeltes Leben heran.
Viele Verkäuferinnen und Verkäufer stabilisieren sich durch den Verkauf der Zeitung.
Spendenübergabe bei Alnatura Beuel mit Carola Kübbeler, stellv. Marktleiterin und Monika Werner vom Verein für Gefährdetenhilfe
Das muss aber jetzt mal gesagt werden….
Alnatura unterstützt bereits seit 2012 die Arbeit des Verein für Gefährdetenhilfe.
Als im Jahr 2012 die Idee aufkam, Kundinnen und Kunden eine Möglichkeit zu bieten, ihr Pfand- oder Kleingeld in ein Kästchen an der Kasse der Alnatura Filiale Beuel zu stecken, wussten wir nicht, ob es funktioniert.
Aber das hat es. Seit diesem Zeitpunkt gibt Alnatura regelmäßig den Inhalt der Kästchen für die Arbeit des VFG ab.
Für diese über 8 Jahre tolle Unterstützung möchten wir Alnatura und allen Spendenden einfach mal DANKE sagen!

Sie möchten die Arbeit des Verein für Gefährdetenhilfe für wohnungslose und bedürftige Menschen unterstützen und eine Patenschaft übernehmen?
Als kleines Dankeschön für ihre Patenschaft erhalten alle Unterstützenden eine exklusiv für die Aktion „Küchengroschen – art edition“ gestaltete Urkunde in limitierter Auflage von je 200 Exemplaren.
Die erste Urkunde wurde vom Bonner Maler Jan Künster gestaltet und zeigt passend zum Thema einen seiner bekannten Küchenclowns. Einige wenige Exemplare sind noch verfügbar. Udo Lindenberg entwarf die zweite Patenurkunde, die ein Selbstporträt des bekannten deutschen
Rockmusiker zeigt und einen persönlichen Gruß an die Paten enthält.
Zur Unterstützung der Arbeit für wohnungslose Menschen in Bonn bietet die Initiative „Zosamme stonn – vun Hätze“ in Kooperation mit dem Verein für Gefährdetenhilfe seit dem 01.05.2020 diese Patenschaft „Küchengroschen – art edition“ an.
Mit drei Euro im Monat (36,- Euro im Jahr) können Sie die Arbeit der Küche bzw. den Mahlzeitdienst im Betreuungszentrum Quantiusstraße des Verein für Gefährdetenhilfe nachhaltig unterstützen. Die Küche bildet gemeinsam mit dem Kontaktcafé ein wichtiges Hilfeangebot im VFG Betreuungszentrum. Im Kontaktcafé können sich Menschen treffen und weiterführende Hilfen in Anspruch nehmen. Täglich versorgt der VFG hier über 120 obdachlose Menschen mit einem Mittagessen sowie Kaffee und Backwaren.
Alle Urkunden sind auf hochwertigem Papier gedruckt und stellen ein echtes Sammlerstück dar. Geplant sind weitere Auflagen mit Bildern namhafter Persönlichkeiten. Vielleicht der Beginn einer schönen Sammlung.

Für Fragen und weitere Infos stehen Ihnen zur Verfügung:
„Zosamme stonn – vun Hätze“
c/o Hans-Joachim Fandel und Ulla Fenger
Mobil +49 172 2509571
Mail: zosammestonn@web.de
Facebook: Zosamme stonn-vun Hätze
Instagram: Zosamme stonn-vun Hätze

Info über den VFG, Anmeldung, Beantragung der Patenschaft, Urkundenverwaltung, Spenden
Verein für Gefährdetenhilfe e.V./VFG gemeinnützige Betriebs-GmbH
Susanne Fredebeul/Janina Leckler
Am Dickobskreuz 6
53121 Bonn
Tel: 0228/ 98576-28
Mail: oeffentlichkeitsarbeit@vfg-bonn.de

Küchengroschen 2020.2 Anmeldeunterlagen

Liebe Freundinnen und  Freunde, liebe Unterstützende des Verein für Gefährdetenhilfe,
sehr geehrte Damen und Herren,

ein ungewöhnliches  Jahr 2020 neigt sich dem Ende entgegen.
In diesem Jahr war alles anders, Corona hat auch den Alltag des VFG und der Klientel auf besondere Weise gefordert und tut dies bis heute.

Im Arbeitsbereich waren zwei Abteilungen vom Lockdown betroffen und mussten zeitweise schließen. Infolge der coronabedingten geringen Auslastung und der Teilschließungen mussten zwei Arbeitsbetriebe, der Fachbereich Arbeit und eine unserer Reha-Abteilungen zeitweise Kurzarbeit anmelden.
Außerdem gab es auch im VFG corona-positiv getestete Mitarbeiter und Klienten. In den betroffenen Einrichtungen konnte jedoch durch ein schnelles Handeln ein größerer Ausbruch verhindert werden konnte.

Neben den knapp 230 Mitarbeitern haben über 30 Ehrenamtler in diesem Jahr die hilfesuchenden Menschen dabei unterstützt, einen guten Weg für ihr Leben zu finden. Für diese Unterstützung sind wir sehr dankbar.

In Kooperation mit dem Jobcenter Bonn wurde in 2020 das Projekt  rehapro auf den Weg gebracht. In diesem Projekt geht es darum, die Vermittlungsfähigkeit für gesundheitlich besonders beeinträchtigte Personen zu stärken.

Die VFG KFZ Werkstatt zog Ende des Jahres auf die andere Straßenseite ans Dickosbskreuz 4a. Auf dem dortigen Gelände der VFG Verwertung entstand eine neue Halle, in der zukünftig auch alle Reparaturen rund ums Auto angeboten werden.

Im Gebäude der Ennemoserstraße gab es ebenfalls Veränderungen. Die Trödelhalle zog ins Vorderhaus und bietet nun im Erdgeschoss gut erhaltene Dinge aus zweiter Hand für kleines Geld an. Die Abteilung ‚Rund ums Haus‘ befindet sich nun ebenfalls in der Ennemoserstraße, sie zog vom Dickobskreuz 13 dorthin und steht allen Kundinnen und Kunden von dort aus für alle Gewerke rund ums Haus unter der gleichen Rufnummer zur Verfügung.

Am 01.07.2020 startete beim VFG eine neue AGH (Arbeitsgelegenheit) im Bereich Upcycling. Dies ist eine Qualifizierungswerkstatt speziell für Frauen mit Migrationshintergrund. Beim Upcycling werden nicht mehr benötigte Produkte und Materialien getreu des Prinzips der Nachhaltigkeit in neue Produkte verwandelt und aufgewertet.

Der VFG Stiftung gelang es Ende diesen Jahres im Rahmen des Housing First Projektes nach intensivem Suchens eine zweite Wohnung anzukaufen. Wir freuen uns sehr, dass wir nun einer weiteren Person ein Zuhause bieten können.

Einige Kinder unserer Kita Schatzinsel konnten gemeinsam mit den Erzieherinnen, trotz Corona, ein paar Tage in Holland verbringen. Dies ist für die Kinder meist die einzige Möglichkeit einmal raus zu kommen und stellt in jedem Jahr einen Höhepunkt dar.

Die Notunterkunft Haus Sebastian wurde in diesem Jahr 30 Jahre alt.
Die Entwicklung in den letzten Jahren zeigt, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner zunehmend in äußerst prekären Lebenslagen befinden. Die besonderen sozialen Schwierigkeiten, die Abhängigkeitserkrankungen und die psychischen Probleme chronifizieren und steigern häufig mit der Dauer der Wohnungslosigkeit. Die stetige Zunahme von psychischen Erkrankungen, das Erleben akuter Psychosen im Haus sowie Doppeldiagnose-Patienten stellen für die Mitarbeiter/innen eine Herausforderung dar.
Eine Jubiläumsveranstaltung konnte aufgrund der Pandemie leider nicht stattfinden.

Im Wohnheim Am Dickobskreuz fanden zahlreiche Umbau-  und Renovierungsarbeiten statt. Der Küchenbereich sowie der Aufenthaltsraum sind für die Bewohnenden nun deutlich attraktiver geworden. Weiterhin konnten im Wohnheim die inhaltlichen Angebote erweitert werden.

Etwa 75 Klienten werden mittlerweile über das Ambulant Betreute Wohnen bei uns betreut.

Die Mitarbeitenden der Medizinischen Ambulanz im Betreuungszentrum waren in 2020  zusätzlich zum Angebot der Suchtbehandlung und medizinischer Versorgung Wohnungsloser verstärkt in die Corona-Testung von Klienten und Mitarbeitenden eingebunden.

Unser Angebot ‚Bonner Feger‘,  in dem Klienten unter Aufsicht öffentliche Plätze säubern, erfreut sich bei der Zielgruppe weiterhin  großer Beliebtheit und wir hoffen, dieses tagesstrukturierende Angebot im kommenden Jahr erweitern zu können.

In der Gemeinwesenarbeit Am Nippenkreuz musste der Cafébetrieb ab März  stark reduziert werden. Verschiedene Gemeinschaftsaktivitäten konnten leider auch nicht mehr angeboten werden.
Glücklicherweise fand der Karnevalszug in Mehlem aber noch statt. Dieser stellt in jedem Jahr ein gemeinschaftliches Ereignis dar,  welches das Zusammengehörigkeitsgefühl der Bewohner/innen stärkt.

Auch in der Fachklinik Meckenheim war das Jahr 2020 insbesondere im Personalbereich sehr turbulent und stellte das Team immer wieder vor große Herausforderungen.
Konzeptionell wurde das BORA Konzept (Berufliche Orientierung in der Rehabilitation Abhängigkeitserkrankter) geschrieben und beim Leistungsträger eingereicht.

In der Adaptionseinrichtung AUSWEG  gab es zeitweise Belegungsschwankungen. Die Belegung hat sich jedoch schnell wieder auf einem guten durchschnittlichen Niveau stabilisiert haben. In allen Rehabilitandenzimmern wurden Notrufanlagen installiert

Der traditionelle VFG Kalender zeigt für 2021 auf humorvolle Art und Weise wie man auch mit bescheidenen Mitteln ein wenig zur Verbesserung der Lebensbedingungen und zur Aufrechterhaltung des eigenen Wohlbefindens beitragen kann. Es geht um Tipps und Tricks im Haushalt, für eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, für die Umwelt, im Recycling und vieles mehr. Alle Tipps geben zudem einen kleinen Einblick in die Lebenswelten von Menschen, die es nicht ganz so einfach im Leben haben.

Dank der zahlreichen Unterstützung von vielen Bonnerinnen und Bonnern, hier insbesondere der Initiative ‚Zosamme stonn’ und dem ZESABO, konnte im niederschwelligen Bereich die Versorgung mit Lebensmitteln, Masken, Kleidung, und Hygieneartikeln für die vielfach wohnungslose Klientel besonders  in der Zeit des Lockdowns weiter aufrecht erhalten bleiben.
Die neu ins Leben gerufene Patenschaft ‚Küchengroschen‘, die mit künstlerisch gestalteten Urkunden für Mahlzeiten in der Quantiusstraße sorgt, fand zunehmend Unterstützer. Dafür sind wir sehr dankbar.

Leider fand in diesem Jahr keine unserer jährlichen  Veranstaltungen,  wie z. B. unser Sommerfest am Nippenkreuz, verschiedene Benefizkonzerte insbesondere ‚Niet esu kniestich‘ , Fachtagungen, Ehrenamtlertreffen und sonstige Feierlichkeiten statt.

Zum guten Schluss möchten wir nun allen Freundinnen und Freunden, Weggefährten, Spenderinnen und Spendern sowie Sponsoren sowie all unseren KooperationspartnerInnen für ihre Unterstützung und Begleitung in diesem Jahr „Danke“ sagen.

Ohne Ihre tatkräftige Hilfe wäre so manches nicht möglich gewesen.

Wir wünschen Ihnen eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit und alles Gute für das nächste Jahr.