FACHTAGUNG: Komplexe Traumafolgestörungen und deren Bedeutung in der Suchttherapie am 5.4.2016 um 9.30 Uhr.

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Die Biografien von alkohol- und/oder drogenabhängigen
Menschen sind häufig gekennzeichnet
von emotionaler oder/und physischer Vernachlässigung
sowie emotionaler, physischer oder auch
sexueller Gewalterfahrung. Auch wenn diese
biografischen Erlebnisse alle als Traumatisierungen
aufzufassen sind, weisen nur ein geringer Teil dieser
Patienten die Symptome einer klassischen Posttraumatischen
Belastungsstörung (PTBS) auf.
Im Vordergrund stehen vielmehr massive Defizite in der
persönlichen Reifung und erhebliche Schwierigkeiten
im Umgang mit Emotionen. Folgen hiervon können
Affekt- und Impulsregulationsstörungen, Aufmerksamkeits-
und Konzentrationsstörungen, Selbstbi
lds törungen, Bez iehungs s törungen und
Somatisierungen sein.
Die komplexe Symptomatik macht deutlich, dass herkömmliche
Denkweisen, die eine Trennung zwischen
der Sucht und den sogenannten komorbiden
psychischen Erkrankungen zieht, der Problematik nicht
gerecht werden. Die Sucht muss vielmehr ebenso wie
die begleitenden psychischen Erkrankungen aus
Ausdruck eines Bewältigungsversuches der erlebten
Traumatisierung aufgefasst werden.
Das Konzept der komplexen Traumafolgestörung ist
ein erster Schritt in die Richtung den Blickwinkel auf
Folgen von Traumatisierungen zu erweitern und damit
den betroffenen Menschen mehr gerecht zu werden.
Wir laden Sie zu einem Einblick in dieses Konzept und
die praktische Umsetzung in unserer Fachklinik herzlich
ein.

Anmeldung und weitere Infos unter:
Fachklinik Meckenheim
An der Alten Eiche 1
53340 Meckenheim
Telefon: 022 25 / 92 22-0
Fax: 022 25 / 92 22-19
E-Mail: fachklinik@vfg-bonn.de
www.fachklinik-meckenheim.de

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